Freitag, 6. April 2012

*Wünschen*

Ich bin schon so oft gestolpert, schon so oft Gefallen - weil ein Stein im Wege lag...

Heute war mein Papa zu Besuch bei mir. Es war schön, es war so *normal*.
Ich wollte ihn nicht gehen lassen... warum kann er nicht einfach da bleiben. 
Es tut so scheiß weh immerwieder "Tschüß" zu sagen...  scheiße.
 
Hat denn nicht jeder eine 2. Chance verdient? Es vergeht kein Tag an dem ich nicht zu *dem da oben* bete und ihn drum bitte meinem Vater Einsicht zu schenken. Ich wünschte es mir, von ganzem Herzen. Ach, warum schreibe ich das eigentlich? Ich weiß, dass dies niemals passieren wird-schon zu oft fragte ich ihn ob er wieder zurück kommt... 
Ich würde ihm alles verzeihen, wirklich alles....wenn er doch nur wieder heim kommen würde. Heim, zu seiner Familie. Die ihn immer noch so sehr liebt.

Mama sagt immer, sie würde Papa nicht wieder zurücknehmen - doch ich weiß, dass das nicht so ist. Sie vermisst ihn, sie vermisst ihn genauso sehr wie ich.

Ich werde es nie können, ihn gehen zu lassen... 
Es tut so weh, so verdammt weh.

<3

Donnerstag, 5. April 2012

*Ich bin ich*

Warum denkt eigentlich immer jeder sie kennen mich, nur weil sie wissen wie ich aussehe?

Kennt ihr diese Songzeilen? Sie sind so wahr und passen zu mir.

Ich bin ich
Ich bin ich auf meine Weise
Ich bin ich
Manchmal laut und manchmal leise

Nur ein Wort und du glaubst,
Ja du glaubst mich zu kennen.
Nur ein Blick und du glaubst,
Dass du weißt wer ich bin.

Atemlos, durchgedreht, seriös,
Nie zu spät, bin benommen,
Völlig klar, ungeliebt, sonderbar.
Ich bin bunt, ich bin grau
Ich bin Tag, ich bin Nacht
Ich bin das was du hasst,
Und das was du magst.

Wie sagte eine Freundin, sie ist eine optische Täuschung. Es hört sich lustig an...aber irgendwie ist das eine, mit zwei simplen Wörtern komplett deutlich erklärte Situation. Ja, meist schauen einem die Leute an und bilden sich sofort ein Urteil über dich ohne wirklich zu wissen wer du wirklich bist. Und das ist traurig... denn manchmal ist man gerade die, die man gerade gar nicht sein will. Es zählt nicht nur das äußere - nein das innere eines Menschen ist viel mehr wert. Und wirklich kennen, tun mich wenige. Aber vielleicht auch deshalb, weil es sie nicht interessiert. 
Ich kenne mich und ich bin ich.

Ich habe gelernt, mit Tränen in den Augen zu lächeln. 



Gute Nacht, Welt <3

"Lieber für etwas gehasst werden, das man ist,
als für etwas geliebt werden das man nicht ist..:"

Mittwoch, 4. April 2012

~ Angst ~

Wer fragt mich denn eigentlich, ob ich immer und immer wieder an meine Vergangenheit denken möchte? Warum kann man denn nicht einfach im Jetzt leben?

Klar, man kann das...wer es kann soll es tun. Ich kann es nicht.
Oft holt mich meine Vergangenheit wieder ein, manchmal im positiven manchmal im negativen. Aber, sie ist da... immer und immer wieder.

Ich bin ein zerbrechlicher Mensch, schon immer... 
Um jeden Gedanken machen und immer Angst zu haben, vor was? Ich weiß es nicht...

In meinem letzten Blog schrieb ich über meinen Bruder. 
Heute nach vielen Jahren, sind wir eins... ich liebe ihn einfach. Er ist mir einfach sehr wichtig. Oft dachte ich darüber nach, wie konnte ich mir als kleines Mädchen wünschen dass er niemals gekommen wäre. Furchtbar dieser Gedanke zerreist mich innerlich. 
Als er älter wurde und kein Kind mehr war, wuchs die Angst in mir. Ich hatte immer Angst um ihn, ich hatte Angst wenn er beim Fussballspiel verletzt wurde. Ich hatte Angst um ihn, wenn er mal wieder in der Schule gehänselt wurde. Ich hatte Angst als er mit dem Rollerführerschein anfing. Ich hatte Angst, als er den Autoführerschein machte. 
Als er anfing abends weg zu gehen, hatte ich Angst...Angst dass ihm etwas passieren würde. 
Immer und immer wieder musste er mir Bescheid sagen, wo er ist, mit wem er da ist und wie es ihm geht... ich war wie besessen von dem Gedanken zu wissen ob es ihm gut geht.
Und die Angst hatte sich bestätigt; es war eine Party, ein Abend und ich wusste dass etwas nicht stimmte. Es kam keine Sms und es kam keine Antwort.
3 junge Kerle gegen meinen Bruder - er war allein und irgendwann war er am Boden.

Ich wollte sie umbringen, diese Schweine. Ich wollte ihnen so weh tun wie sie es meinen Brude und mir getan haben. Nur leider war es dazu zu spät. Die Freunde meines Bruders fanden ihn zu spät und diese F**** waren schon weg und mein Bruder kannte sie nicht.
Ich wünschte ihnen alles schlechte... 
Mein Bruder hatte Schmerzen, überall....

Als er 18 Jahre alt wurde, weinte ich. Es war als ob man mir ihn nehmeh würde. Es war so, als wäre er jetzt nicht mehr der kleine Junge. Mein kleiner Bruder.

Er ist nun 22 Jahre alt aber immernoch, finde ich mich in der Aufgabe auf ihn aufpassen zu müssen. Ich weiß, die einen oder anderes denken sicherlich ich habe einen Dachschaden aber vielleicht ist es auch so...aber ich will nicht dass mein Bruder geht-deshalb muss ich auf ihn aufpassen.
Denn heute, ja heute ist er mittendrin bei den Hooligans im Fussballstadion - und ich habe Angst. Ich könnte weinen, jedesmal wenn er ins Stadion fährt.  
Weil ich Angst habe, Angst ihn zu verlieren. Scheiß Angst!

*liebenswert*

*Wertlos*

Ich war schon immer ein Mädchen dass sich sehr viele Gedanken gemacht hat. Über alles und jeden. Manchmal vermutlich auch zuviele und manchmal wahrscheinlich auch sinnlose.
Nur merkt man das nicht gleich, sondern erst dann wenn man schon seine Gedanken verschenkt hat. Ich bin noch heute so, mein Kopf müsste platzen vor Gedanken.....

Als kleines Mädchen wollte ich immer mehr Zuneigung ich wollte einfach auch so geliebt werden wie andere. Ich war immer die Prinzessin, wurde betütelt und bekam jeden Wunsch erfüllt. 
Bis - ja, bis mein Bruder zur Welt kam.

Ich liebte ihn, es gab nichts tolleres als so ein kleines Baby zu Hause zu haben und nochdazu war es mein Brüderchen. Überall rannte ich hin und verkündete stolz, dass er mein Brüderchen ist :) Ab dem Zeitpunkt veränderte sich aber irgendetwas, klar ich stand nicht mehr an 1. Stelle und bekam auch nicht mehr die Zuwendung die ich vorher bekam - klingt es egoistisch? Ich finde, nein... Kann man Liebe denn nicht teilen?

Auf der einen Seite liebte ich ihn, doch es gab auch diese andere Seite...oft wünschte ich mir als kleines Mädchen dass er doch wieder weggehen würde. Ich wollte ihn nicht mehr, denn seit er da war, war alles anders. Oft dachte ich mir, er hat alles kaputt gemacht. Als kleines Mädchen dachte ich so. Ich dachte, er hat mir Mama und Papa werggenommen.
*Ich fühlte mich einfach wertlos*
Er sollte gehn, ich sagte immer er soll dahin gehen wo er her gekommen ist - geh wieder weg.

Eines Tages, wir waren im Urlaub und fuhren mit dem Wagen eine Straße entlang - Richtung Strand. Mir brannte eine Frage schon lange, lange Zeit auf der Zunge; 
und so fragte ich meinen Papa:

*Papa, warum magst du und Mama meinen Bruder eigentlich mehr wie mich?*

Wisst ihr welche Antwort das kleine Mädchen, die kleine Prinzessin bekam? Nein, nicht...was redest du für ein Blödsinn, wir mögen euch beide gleich oder wir mögen dich genauso gern wie deinen Bruder.

Nein, die Antwort von meinem Papa war:

*Weil dein Bruder mal unseren Namen behalten wird.*

Als kleines Mädchen verstand ich das noch nicht so wirklich was er mir damit eigentlich sagen wollte, ich wusste nur und das verstand auch das kleine Mädchen, dass mein Gefühl mich nicht betrogen hat.

In Liebe *liebenswert*