Mittwoch, 17. Oktober 2012



♥ La vita è di non attendere fino a quando la tempesta passa, ma imparare a ballare sotto la pioggia ♥


Lang, lang ist`s her....
aber jetzt bin ich wieder da

Irgendwie fehlte mir die Zeit, irgendwie fehlten mir die Gedanken.
Gedanken, Erinnerungen von alle dem habe ich genug, doch was ist wenn ich nicht damit zurecht komme? Oft frage ich mich, lebe ich denn mein Leben? 
Oder Lebe ich es denn nur so, um anderen ja .. *zu gefallen*, um es jedem *recht zu machen*?
Ich weiß es selbst nicht mehr.... 
Bin ich wirklich ich? Oder bin ich die, die ich sein muss?

Eigentlich dachte ich immer, ich führe das perfekte Leben....nein falsch, alle um mich herum denken und dachten ich führe das perfekte Leben! Was dahinter steckt, tief tief in mir drin  -  das weiß keiner.

Mein Leben ist nicht mehr das, was es einmal war...und niemand wird mich jemals verstehen können. Muss es auch nicht, denn ganz alleine ICH bin für mein Leben verantwortlich.

Damals, als mein Vater uns verlassen hat da fing es an. Seitdem bin ich nicht mehr die, die ich einmal war. Und für manche Gedanken, Gefühle, vergossene Träne hasse ich mich manchmal. 
Denn ich bin nicht schuld daran, aber ich fühle mich schuldig.

In Liebe Liebenswert

Freitag, 17. August 2012

"Leben heißt nicht zu warten bis der Sturm vorrüberzieht, nein Leben heißt lernen im Regen zu tanzen."

Im Moment gehen mir so viele Gedanken durch meinen Kopf, doch ich bekomme Sie nicht zu ordnen. Ich möchte so viel erzählen, so vieles schreiben....  es wird die Zeit kommen.

*Alles wird gut*


Ich vermisse dich sehr, aber es ist gut dass du nicht mehr da bist... Ich liebe dich <3

Freitag, 6. April 2012

*Wünschen*

Ich bin schon so oft gestolpert, schon so oft Gefallen - weil ein Stein im Wege lag...

Heute war mein Papa zu Besuch bei mir. Es war schön, es war so *normal*.
Ich wollte ihn nicht gehen lassen... warum kann er nicht einfach da bleiben. 
Es tut so scheiß weh immerwieder "Tschüß" zu sagen...  scheiße.
 
Hat denn nicht jeder eine 2. Chance verdient? Es vergeht kein Tag an dem ich nicht zu *dem da oben* bete und ihn drum bitte meinem Vater Einsicht zu schenken. Ich wünschte es mir, von ganzem Herzen. Ach, warum schreibe ich das eigentlich? Ich weiß, dass dies niemals passieren wird-schon zu oft fragte ich ihn ob er wieder zurück kommt... 
Ich würde ihm alles verzeihen, wirklich alles....wenn er doch nur wieder heim kommen würde. Heim, zu seiner Familie. Die ihn immer noch so sehr liebt.

Mama sagt immer, sie würde Papa nicht wieder zurücknehmen - doch ich weiß, dass das nicht so ist. Sie vermisst ihn, sie vermisst ihn genauso sehr wie ich.

Ich werde es nie können, ihn gehen zu lassen... 
Es tut so weh, so verdammt weh.

<3

Donnerstag, 5. April 2012

*Ich bin ich*

Warum denkt eigentlich immer jeder sie kennen mich, nur weil sie wissen wie ich aussehe?

Kennt ihr diese Songzeilen? Sie sind so wahr und passen zu mir.

Ich bin ich
Ich bin ich auf meine Weise
Ich bin ich
Manchmal laut und manchmal leise

Nur ein Wort und du glaubst,
Ja du glaubst mich zu kennen.
Nur ein Blick und du glaubst,
Dass du weißt wer ich bin.

Atemlos, durchgedreht, seriös,
Nie zu spät, bin benommen,
Völlig klar, ungeliebt, sonderbar.
Ich bin bunt, ich bin grau
Ich bin Tag, ich bin Nacht
Ich bin das was du hasst,
Und das was du magst.

Wie sagte eine Freundin, sie ist eine optische Täuschung. Es hört sich lustig an...aber irgendwie ist das eine, mit zwei simplen Wörtern komplett deutlich erklärte Situation. Ja, meist schauen einem die Leute an und bilden sich sofort ein Urteil über dich ohne wirklich zu wissen wer du wirklich bist. Und das ist traurig... denn manchmal ist man gerade die, die man gerade gar nicht sein will. Es zählt nicht nur das äußere - nein das innere eines Menschen ist viel mehr wert. Und wirklich kennen, tun mich wenige. Aber vielleicht auch deshalb, weil es sie nicht interessiert. 
Ich kenne mich und ich bin ich.

Ich habe gelernt, mit Tränen in den Augen zu lächeln. 



Gute Nacht, Welt <3

"Lieber für etwas gehasst werden, das man ist,
als für etwas geliebt werden das man nicht ist..:"

Mittwoch, 4. April 2012

~ Angst ~

Wer fragt mich denn eigentlich, ob ich immer und immer wieder an meine Vergangenheit denken möchte? Warum kann man denn nicht einfach im Jetzt leben?

Klar, man kann das...wer es kann soll es tun. Ich kann es nicht.
Oft holt mich meine Vergangenheit wieder ein, manchmal im positiven manchmal im negativen. Aber, sie ist da... immer und immer wieder.

Ich bin ein zerbrechlicher Mensch, schon immer... 
Um jeden Gedanken machen und immer Angst zu haben, vor was? Ich weiß es nicht...

In meinem letzten Blog schrieb ich über meinen Bruder. 
Heute nach vielen Jahren, sind wir eins... ich liebe ihn einfach. Er ist mir einfach sehr wichtig. Oft dachte ich darüber nach, wie konnte ich mir als kleines Mädchen wünschen dass er niemals gekommen wäre. Furchtbar dieser Gedanke zerreist mich innerlich. 
Als er älter wurde und kein Kind mehr war, wuchs die Angst in mir. Ich hatte immer Angst um ihn, ich hatte Angst wenn er beim Fussballspiel verletzt wurde. Ich hatte Angst um ihn, wenn er mal wieder in der Schule gehänselt wurde. Ich hatte Angst als er mit dem Rollerführerschein anfing. Ich hatte Angst, als er den Autoführerschein machte. 
Als er anfing abends weg zu gehen, hatte ich Angst...Angst dass ihm etwas passieren würde. 
Immer und immer wieder musste er mir Bescheid sagen, wo er ist, mit wem er da ist und wie es ihm geht... ich war wie besessen von dem Gedanken zu wissen ob es ihm gut geht.
Und die Angst hatte sich bestätigt; es war eine Party, ein Abend und ich wusste dass etwas nicht stimmte. Es kam keine Sms und es kam keine Antwort.
3 junge Kerle gegen meinen Bruder - er war allein und irgendwann war er am Boden.

Ich wollte sie umbringen, diese Schweine. Ich wollte ihnen so weh tun wie sie es meinen Brude und mir getan haben. Nur leider war es dazu zu spät. Die Freunde meines Bruders fanden ihn zu spät und diese F**** waren schon weg und mein Bruder kannte sie nicht.
Ich wünschte ihnen alles schlechte... 
Mein Bruder hatte Schmerzen, überall....

Als er 18 Jahre alt wurde, weinte ich. Es war als ob man mir ihn nehmeh würde. Es war so, als wäre er jetzt nicht mehr der kleine Junge. Mein kleiner Bruder.

Er ist nun 22 Jahre alt aber immernoch, finde ich mich in der Aufgabe auf ihn aufpassen zu müssen. Ich weiß, die einen oder anderes denken sicherlich ich habe einen Dachschaden aber vielleicht ist es auch so...aber ich will nicht dass mein Bruder geht-deshalb muss ich auf ihn aufpassen.
Denn heute, ja heute ist er mittendrin bei den Hooligans im Fussballstadion - und ich habe Angst. Ich könnte weinen, jedesmal wenn er ins Stadion fährt.  
Weil ich Angst habe, Angst ihn zu verlieren. Scheiß Angst!

*liebenswert*

*Wertlos*

Ich war schon immer ein Mädchen dass sich sehr viele Gedanken gemacht hat. Über alles und jeden. Manchmal vermutlich auch zuviele und manchmal wahrscheinlich auch sinnlose.
Nur merkt man das nicht gleich, sondern erst dann wenn man schon seine Gedanken verschenkt hat. Ich bin noch heute so, mein Kopf müsste platzen vor Gedanken.....

Als kleines Mädchen wollte ich immer mehr Zuneigung ich wollte einfach auch so geliebt werden wie andere. Ich war immer die Prinzessin, wurde betütelt und bekam jeden Wunsch erfüllt. 
Bis - ja, bis mein Bruder zur Welt kam.

Ich liebte ihn, es gab nichts tolleres als so ein kleines Baby zu Hause zu haben und nochdazu war es mein Brüderchen. Überall rannte ich hin und verkündete stolz, dass er mein Brüderchen ist :) Ab dem Zeitpunkt veränderte sich aber irgendetwas, klar ich stand nicht mehr an 1. Stelle und bekam auch nicht mehr die Zuwendung die ich vorher bekam - klingt es egoistisch? Ich finde, nein... Kann man Liebe denn nicht teilen?

Auf der einen Seite liebte ich ihn, doch es gab auch diese andere Seite...oft wünschte ich mir als kleines Mädchen dass er doch wieder weggehen würde. Ich wollte ihn nicht mehr, denn seit er da war, war alles anders. Oft dachte ich mir, er hat alles kaputt gemacht. Als kleines Mädchen dachte ich so. Ich dachte, er hat mir Mama und Papa werggenommen.
*Ich fühlte mich einfach wertlos*
Er sollte gehn, ich sagte immer er soll dahin gehen wo er her gekommen ist - geh wieder weg.

Eines Tages, wir waren im Urlaub und fuhren mit dem Wagen eine Straße entlang - Richtung Strand. Mir brannte eine Frage schon lange, lange Zeit auf der Zunge; 
und so fragte ich meinen Papa:

*Papa, warum magst du und Mama meinen Bruder eigentlich mehr wie mich?*

Wisst ihr welche Antwort das kleine Mädchen, die kleine Prinzessin bekam? Nein, nicht...was redest du für ein Blödsinn, wir mögen euch beide gleich oder wir mögen dich genauso gern wie deinen Bruder.

Nein, die Antwort von meinem Papa war:

*Weil dein Bruder mal unseren Namen behalten wird.*

Als kleines Mädchen verstand ich das noch nicht so wirklich was er mir damit eigentlich sagen wollte, ich wusste nur und das verstand auch das kleine Mädchen, dass mein Gefühl mich nicht betrogen hat.

In Liebe *liebenswert*

Samstag, 31. März 2012

Ein und Alles

Ich erzähle euch nun von einer Person, die es besonders verdient hat erwähnt zu werden. 
Meine Oma

Jeder von euch hat eine Oma, die einen haben sie weil sie einfach da sind und es gibt die, die genau wissen wer ihre Oma ist. Ich weiß es, und ich weiß dass sie für mich einer der wichtigsten Menschen ist.

Von klein auf wuchs ich quasi bei ihr auf, meine Eltern lebten mit meiner Oma in einem Haus. Als ich geboren wurde, hatten meine Eltern noch eine Pizzeria und somit wenig Zeit für mich... aber ich will vorweg nehmen, dass dies auf keinsder Weise schlimm war oder zu Nachteil meiner Entwicklung fiel. Nein, ich wollte damit sagen dass ich in meiner Oma durchaus auch meine Mama sah. 
Tagtäglich war ich bei ihr, habe bis ins Jugendalter alles mit meiner Oma besprochen sie hatte einfach immer ein offenes Ohr für mich - IMMER. Ich liebte sie einfach so wie sie ist...
Sie war immer für mich da... oft, wenn ich einsam war schlich ich mich in Oma`s Wohnung oben drüber und versteckte mich in Ihrem Bett; und als sie dann schlafen ging legte sie sich neben mich,einfach so.

Meine Oma ist so eine Person, die man einfach gern haben muss. So ein Engel den Gott einem schickte.
Oma machte alles für die Familie, sie kochte, backte, sie machte meine Wäsche...fuhr einfach so in die Stadt wann sie wollte - sie ist einfach so lebendig, so frisch so junggeblieben...

Es war der 01.08.2009, der Tag der alles veränderte. An diesem Morgen, mähte Mama noch den Rasen im Garten und Oma half ihr das Gras zusammen zu machen.... später ging sie noch auf die Bank, ihr Geld holen.

Doch an diesem Nachmittag bekam Oma einen Schlaganfall.

Sie lag da, auf ihrem Sofa und weinte...sie spürte was geschehen ist und ich kniete nur daneben und hielt ihre Hand. Sie weinte, weil sie Angst hatte - Angst vor dem, was nun kommen mag.
Sie sagte, sie spüre Ameisen krabbeln... der Notarzt kam. Verdacht auf Schlaganfall war die Diagnose.
Oma wollte nicht ins Krankenhaus, sie flehte mich an ... ich war zu schwach um gegen sie zu sprechen und erfüllte ihr den Wunsch. Den Wunsch, der ihr hinterher fast das Leben gekostet hätte.
In der Nacht verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, als sie dann noch aus ihrem Bett fiel und nicht mehr hoch konnte und wir sie so am Boden liegend am Morgen auffanden, dann erst wurde mir klar was ich getan hatte. Innerhalb Minuten kam der Rettungwagen und Oma wurde ins Krankenhaus gebracht...
Wir fuhren sofort hinterher, ich wollte sie in diesem Moment nicht alleine lassen, ich war bei ihr. Ich hielt ihre Hand und sie wusste ich bin da und bleibe da.
Als ich an diesem Abend ging es war ein Sonntag, sagten die Ärzte sie hatte nocheinmal Glück gehabt, alles weitestgehend ohne bleibende Schäden aber sie muss ab sofort langsam machen...  
okay das machen wir - von nun an werde ich auf sie aufpassen.

Der Schock saß immernoch tief, Montags auf der Arbeit konnte ich mich kaum konzentrieren und musste immer an Oma denken wie sie denn jetzt so allein im Krankenhaus lag. Ich machte frühzeitig Feierabend um sie zu besuchen. Aber als ich in ihrem Zimmer ankam, war sie nicht mehr die, die ich am Abend zuvor verabschiedet hatte. Oma erlitt in der Nacht einen 2. stärkeren Schlaganfall... ihre linke Seite war komplett gelähmt, die Sprache weg, die Gedanken, die Erinnerungen...Weg einfach weg. Ich ließ mich auf den Boden fallen und schrie, ich schrie weil es mir danach war. Wo ist meine Oma hin, warum musste das passieren. Oma lag da und weinte, weinte und weinte. Ich strich ihr über die Wangen und sagte ihr immer und immer wieder dass ich sie liebte egal wie das jetzt ausgehen würde. Ich bin da... die Tage danach waren hart, ich nahm mir jeden Mittag frei um zu ihr zu fahren. Ich musste bei ihr sein... ich erzählte ihr Geschichten, laß ihr vor oder war einfach nur für sie da.

Würde es noch einmal so werden wie früher? Bleibt sie jetzt schwerbehindert? Wo ist Oma?

Tag für Tag stellte ich mir die selben Fragen, warum es sie noch einmal treffen musste...warum nocheinmal so hart? Reichte es ihr denn nicht, ihr beim 1. Mal einfach nur Angst einzujagen und zu vermitteln - es reicht jetzt, mach langsam? Ich verstand es nicht...
Ich hatte Angst sie zu verlieren, jeden Abend betete ich zu Gott er soll mir meine Oma lassen, ich brauche sie doch so sehr... Angst war mein ständiger Begleiter.

Nach 2 Wochen Krankenhaus folgten 4,5 Wochen Reha... Oma wollte leben, Oma wollte stark sein und wollte wieder sprechen und laufen können. 3mal in der Woche fuhr ich 100 km hin und zurück um sie zu  besuchen. Ich übte mit ihr lesen und sprechen. Die Therapeuten waren klasse... Nach den Wochen Reha konnte Oma lernen am Rollator zu laufen. 

Die ersten Wochen zu Hause waren sehr anstrengend und gingen sehr an die Substanz. Oma ist jetzt Pflegestufe 2 und wir mussten uns mit der Pflege abwechseln. Mama und ich.... sozusagen war es ein Volltime-Job zum normalen Job. Waschen, Toilette gehen, Tabletten richten, Insulin spritzen, kochen und und und.... aber wir haben es geschafft.
Ohne Omas eisernen Willen, wäre sie heute nicht da wo sie jetzt ist. Meine Oma lebt!

Heute, nach fast 3 Jahren geht es Oma immer besser. Das Sprechen ist wieder vollkommen da und auch die Erinnerungen. Das Laufen klappt dank Rollator auch immer besser ... 
Wir müssen jetzt nur immer alles kontrollieren Blutdruck, Zucker und und.
Danke lieber Gott für Oma`s 2. Chance!

In liebe *liebenswert*






Einfach so...

Trenne dich nicht von Deinen Illusionen und Träumen.
Wenn sie verschwunden sind, wirst du zwar weiter existieren, 
aber aufgehört haben zu leben.

*Mark Twain*

*Fern*

Kennt ihr das, ihr steht jemandem gegenüber und seid ihm quasi ganz nah - und doch so fern; ihr wisst weder was ihr mit dieser Person sprechen sollt, noch wisst ihr wer jetzt eigentlich diese Person wirklich ist.

So ging es mir, als ich nach 3,5 Jahren meinen Vater das 
1. Mal wieder sah...

In diesen langen Jahren verging kein Tag, keine Sekunde wo ich nicht an meinen Vater dachte. Was macht er, wie geht es ihm, wo wohnt er jetzt, was macht seine Gesundheit, wie lebt er jetzt, lebt er jetzt besser? Es war furchtbar, es zerrte an meinen Nerven. Immer wenn ich an ihn dachte, musste ich weinen und ich weinte bitterlich nur weinte ich heimlich. Ich weinte deshalb heimlich, weil ich dachte dass mich niemand versteht. Ich weinte wenn ich allein war, oder ich weinte nachts im Bett... es tat so weh. 
Ich dachte an ihn, und das einzig gute, nein das einzig wunderbare das aus dieser ganzen scheiß Situation entstanden ist war, ein inniges ganz ganz festes wundervolles Verhältnis zu meiner Mama. Seit dieser Sache sind wir eins, Papa hat uns somit verbunden....wie ein Ring ohne Anfang und ohne Ende. Und dafür liebe ich ihn...ich liebe ihn, dass er mich und Mama vereint hat. 

Es war im letzten Sommer, ich war die ersten Wochen im Mutterschutz und irgendwie fuhren meine Hormone Achterbahn. Ich hatte so ein inneres Bedürfnis meinen Vater zu sehen, ihn zu fühlen, ihn zu riechen... Und so vergingen Tage, Wochen bis ich mir im klaren wurde was ich möchte und was ich denke, für mich das richtige zu sein. Ich hatte/habe eine großartige Freundin, die mich immer wieder dazu ermutigte es zu tun, sie sagte mir immer wieder.... es ist und bleibt dein Vater, egal was war oder ist. Ich musste oft darüber nachdenken, er hat uns wirklich sehr verletzt - es würde den Rahmen sprengen, wenn ich all das schreiben würde. Sie sagte immer, ich weiß dass du ihn liebst und du weißt es auch - gib deinem Herzen einen Ruck und tu es. Sie selbst weiß, wie schnell man seine Eltern verliert und hinterher denkt man sich vielleicht...hätte ich ihm noch dies oder jenes gesagt. 
Erst starb ihre Mama und Jahre später ihr Papa, auf tragische Art... und dies machte mich nachdenklich.

So beschloss ich eines Tages, meinem Herzen einen Ruck zu geben und ihm zu schreiben. Ich schrieb ihm das, was ich in diesem Moment gerade fühlte. Und es kam der Tag, als mein Telefon klingelte und das Display einzeigte: PAPA ruft an... 
Klingt es jetzt komisch, wenn ich sage ich traute mich nicht ran zu gehen? Es war so, ich hatte Angst.
Ich hatte Angst diese vertraute Stimme zu hören...ich hatte Angst vor dem was kommt.

Nach 3 Anrufen und vielen Tränen später ging ich ran und ich hörte seine Stimme...
Es war so, als hätte ich seine Stimme nie verloren, sie war da so nah so vertraut - mein Papa.

4 Wochen später war es soweit, er kam um mich zu besuchen.... und ich kam ihm mit meinem dicken Bauch entgegen. Und als wir uns das 1. Mal wiedersahen, sagte keiner etwas...nur unsere Tränen sprachen die selbe Sprache...

*Warum*

Darf man denn den Menschen lieben, der einem am meisten weh getan hat und es immer noch tut?
Das ist die Frage, die ich mir schon Jahre stelle... jeden Tag aufs neue.

Mein Vater hat mir weh getan, er hat mir sehr weh getan in dem er einfach unsere Familie verlassen hat, oder besser - die Art wie er sie verlassen hat. 

Er hat meine Mama stehen gelassen, um ein neues Leben zu beginnen ein für Ihn wie er sagt *besseres* Leben. Er hat sie im Stich gelassen mit all den Schulden und all den offenen Fragen, wie es denn jetzt weiter geht. Er wollte von nichts mehr wissen, alles was einmal war hat ihn nicht mehr interessiert - es war für ihn Vergangenheit. Er dachte nicht darüber nach, dass wenn Mama alles verliert, der Rest der Familie auch alles verliert - und damit meine ich ein Dach über dem Kopf. Aber es war ihm egal...

Wie kann man sich in einem Menschen nur so täuschen? Er war nicht mehr der Vater den ich kannte, er war nicht mehr die Person die ich liebte ~ oder doch? Hat er sich nur verstellt? Wer ist mein Vater?

Mit der Zeit lernte ich, wer mein Vater wirklich ist....

Mit der Zeit lernte ich, dass ich meinen Vater nicht wirklich kannte...

Und warum liebte ich ihn dennoch? Warum??

In liebe *liebenswert*

*Ohne ein Wort*

Glaubt ihr an Wunder? Damals glaubte ich, es gäbe sie...
Ich hoffte oft auf sie, nur leider kamen sie nicht zu mir.

Ich habe ihn sehr geliebt und ich glaube ganz tief in meinem Herzen liebe ich ihn immernoch, nur heute irgendwie anders. Er ist so fern und doch so nah ...
Mein Papa war immer mein Ein und Alles - mein Papa eben. Ich war ihm so ähnlich - vielleicht bin ich es immernoch. Ich wollte immer so sein wie er ... in meinen Kinderaugen waren wir die Familie, eine Familie der niemand etwas anhaben konnte, eine Familie die immer füreinander da ist - immer.

Für immer dachte ich - bis ich im November 2006 den Boden unter den Füßen weggerissen bekam.
Er ging ... er ging von unserer Familie um ein neues Leben zu beginnen.
Ein Leben ohne uns, ohne seine Familie aber dafür mit einer neuen Frau.

Warum?

Dieser Moment hat mein Leben verändert, nicht`s war mehr so wie es einmal war. Ich habe mit niemanden jemals darüber geredet - war das richtig? Oder habe ich mich damit selbst kaputt gemacht?
Er ging wirklich - und das war der Beginn eines anderen Lebens für mich.

Ich schrieb schon damals all meine Gedanken lieber auf, als mit jemandem darüber zu reden. Viel zu groß war die Angst nicht verstanden oder ja, sogar ausgelacht zu werden. Ich hatte sogar Angst davor zu einer Psychologin zu gehen. Ich hatte ab da einfach nur Angst. Angst, nicht mehr die zu sein die ich war.

Ich liebte meine kleine Welt vor diesem einen Moment, es war alles wundervoll. Ich liebte meine Menschen, ich hatte wunderbare Eltern, tolle Geschwister und die beste Oma die es jemals gab!
Und ich hatte damals einen Freund (der heute mein Mann ist), den niemand auf dieser Welt ersetzten konnte - denn er war einfach nur da. Auch wenn ich mit ihm nicht über meine Gefühle sprechen konnte, wusste ich er nimmt mich einfach nur in den Arm wenn ich es brauche, er küsst mir meine Tränen weg...

... ich dachte, ich schaffe es nicht mehr - Nein, anders:
Ich dachte, ich möchte so nicht mehr weiter leben.
Ganz ehrlich, ich glaube ich hatte Depressionen - hatte? vielleicht habe ich sie noch...

Die Tage vergingen, Papa wohnte noch bei uns...unser Verhältnis war kalt. Keine Liebe, keine Vertrautheit so wie früher. Ich wusste nicht was ich mit ihm reden sollte, ich hatte Angst, Angst vor einem falschen Satz... bis Februar 2007, dann zog er aus.
Keiner wusste wohin. Er ging einfach - er ging, ohne ein Wort. Ohne ein einziges Wort !
Nach langer, intensiver Suche bekam ich heraus wo er wohnte, und ich fuhr öfters einmal dort vorbei - einfach so. Es tat mir gut, es tat gut diese Nähe zu spüren. 

2007 heiratete ich, es war ein hin u her ob ich Papa an meinem Tag teilhaben lassen möchte - den bis dahin hatten wir fast keinen Kontakt mehr. Es brach mir das Herz...
Die Hochzeit kam und Papa war dabei...es war schön, doch anders als es hätte sein können. Leider.
Ich wünschte mir als kleines Kind, wie eine Prinzessin von seinem Vater an den Altar geführt zu werden - diesen Wunsch konnte ich mir selbst nicht erfüllen, ich schaffte es einfach seelisch nicht. 
Diese wundervolle Aufgabe übernahm mein großer Bruder... und er machte es toll, ich liebe dich mein großer Bruder <3

Meine Hochzeit war vorbei und der Kontakt zu ihm brach komplett ab - es waren Schmerzen, sehr starke Schmerzen... es war eine Höllenzeit, den ich liebte Papa trotz all den Schmerzen die er mir zufügte,weil er einfach ging. 

Er ging - ohne ein Wort...

In Liebe *liebenswert*

...Vergangenheit

Tausend Gedanken schwirren in meinem Kopf herum; Gedanken - manch gute, manch nicht so schöne. Blockieren Sie nicht irgendwie dein weiteres Leben, wenn du sie immer vor dir herschiebst?
Sollte man über sie schreiben, oder sollte man einfach alles auf sich beruhen lassen?

Man sollte sie aufschreiben;und das ist der Beginn einer langen Reise in meine Vergangenheit...

Manches mal fragt man sich schon, ob das was man tut denn richtig sei. Aber wichtig ist doch nur, in dem Moment einfach glücklich zu sein,oder? 
Wie sagt man so schön: "Die Zeit heilt alle Wunden" - tzzz...und was ist mit den Narben? Die Narben, die bleiben und werden auch niemals verschwinden.

Freitag, 30. März 2012

*Hallo Welt*

Die Neugier brachte mich hier her, die Neugier die mir oft im Leben schon geholfen hat. 
Aber dazu wird die Zeit noch mehr sagen... ich weiß nur eines, ohne meine Neugier wäre ich nicht da wo ich heute bin.

Jetzt bin ich auch eine von den vielen und ich merke schon jetzt, dass ich hier richtig bin. 
Hier werde ich bleiben, hier tauche ich in meine Welt ein. Meine Welt die oft bunt, aber dennoch schon oft schwarz/weiß war... ich werde es zeigen. 

Die Zeit wird es zeigen....

Gute Nacht, Welt...